Neue Informationen für Schul-Praktika im März

Hey liebe Studis,
es gibt neue exklusive Infos aus dem ZLSB, wovon ihr einige kaum wo anders im Uni-Netz finden werdet. Also teilt den Beitrag gern. Das wichtigste auf einen Blick:

  • Sachsen gibt (voraussichtlich) keine einheitlichen Vorgaben an die Unis
  • Präsenz nicht zwingend notwendig
  • Fachdidaktiken müssen Einzelfallentscheidungen treffen

Aber noch mal ganz in Ruhe:

Vom Prorektor Bildung heißt es nach wie vor für das gesamte WS2020/21:

„Hieraus abgeleitet ergibt sich einerseits, dass es unseren Studierenden auch im Wintersemester 2020/2021 ermöglicht wird, alle vorgesehenen Prüfungsleistungen abzulegen und die vorgesehenen Leistungspunkte zu erwerben. Aus Gründen des Gesundheitsschutzes können Prüfungsleistungen aber nach wie vor nur sehr bedingt in Präsenz durchgeführt werden.“

Punkt I.4 aus: 2020_11_23_Festlegungen_fur_den_Prufungsbetrieb_WS2022021.pdf

Auch „wesentlich abweichende Prüfungsformate“ dürfen dabei genutzt werden, wenn „es nach ihrem Prüfungszweck und dem damit verbundenen Kompetenzerwerb“ möglich ist diese umzugestalten. Hier sind laut ZLSB die Fachdidaktiken in der Pflicht entsprechende Alternativen aufzuzeigen. Dabei können Belege von unterschiedlichen Studis gleicher Fachdidaktiken trotzdem unterschiedlich ausfallen. Das Zauberwort lautet hier Einzelfallentscheidung.

50% als Maß der Dinge

Da ihr momentan keine Pflicht zum Nachweis einer gewissen Anzahl an Praktikumsstunden zum StEx in Sachsen habt, ist eine volle Erfüllung der Unterrichtsstunden nicht zwingend notwendig. 50% gelten hier als Maß der Dinge, wenn kein eben beschriebener Einzelfallentscheid getroffen wurde:

„Sofern (Berufs-) Praktika pandemiebedingt abgebrochen werden mussten oder nicht durchgeführt werden konnten/können, sollte der Kompetenzerwerb ersatzweise über andere Praktikumsmöglichkeiten oder alternative Lehr-/Lernformen angeboten werden. Ist dies nicht möglich, sollten für abgebrochene Praktika kulante Einzelfallentscheidungen getroffen werden. Dabei sollte berücksichtigt werden, zu welchem Zeitpunkt der Abbruch erfolgte, da erst nach einem gewissen Zeitraum ein Kompetenzerwerb anzunehmen und nachweisbar ist. Hierfür wird empfohlen, ab 50 % der vorgesehenen Praktikumszeit von einem ausreichenden Kompetenzerwerb auszugehen, der eine erfolgreiche Absolvierung der zugehörigen Prüfungsleistung (z.B. Praktikumsbericht) erlaubt.“

Punkt 7 aus: 2020_11_23_Festlegungen_fur_den_Prufungsbetrieb_WS2022021.pdf

Präsenz muss nicht sein

Da die Prüfungsleistung von der Uni und nicht von der Schule abgenommen wird, sollte es laut ZLSB keinen Zwang geben an die Schule zu gehen, selbst wenn diese wieder öffnen sollten.

Alternativen für die Präsenz könnten dabei sein: z.B. in Absprache mit der Praktikumsschule nur in der digitalen Lehre auszuhelfen oder im Falle des Wechselunterrichts mehrere Lehrpersonen bei der Online-Umsetzung zu entlasten.

Außerdem könnt ihr bei euren Fachdidaktiken individuell vielleicht auch alternative Praktikumsformate, wie etwa Online-Unterricht über naklar.io oder die corona-school zur Sprache bringen. Sofern der Beleg weiterhin alle benötigten Dinge umfasst und sich um eine Bescheinigung vom Anbieter gekümmert wird, dass in den angegebenen Zeiten tatsächlich was mit Schüler:innen gemacht wurde, ist auch das eine Alternative (wieder Stichwort Einzelfallentscheidung).